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Frühlingsgedichte

Frühlingsgedichte - Frühling Gedichte - Frühlingsgedicht

Schöne Frühlingsgedichte, Lyrik vom Frühling, über den Frühling





Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte
süsse wohlbekannte Düfte ...



Bekanntes Frühlingsgedicht

Er ist's


Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süsse, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harventon.

Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike 1804-1875, deutscher Lyriker)



Schönes Frühlingsgedicht

Frühling übers Jahr


Das Beet, schon lockert sich's in die Höh',
Da wanken Glöckchen so weiss wie Schnee;
Safran entfaltet gewalt'ge Glut,
Smaragden keimt es und keimt wie Blut.
Primeln stolzieren so naseweiss,
Schalkhafte Veilchen versteckt mit Fleiss;
Was auch noch alles da regt und webt,
Genug, der Frühling er wirkt und lebt.

Doch was im Garten am reichsten blüht,
Das ist des Liebchens lieblich Gemüt.
Da glühen Blicke mir immerfort,
erregend Liedchen erheiternd Wort;
Ein immer offen, ein Blütenherz,
Im Ernste freundlich und rein im Scherz.
Wenn Ros' und Lilie der Sommer bringt,
Er doch vergebens mit Liebchen ringt.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

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Kurzes Frühlingsgedicht

Die Kätzchen schlagen aus


Der letzte Schnee ist geflohen
Die Kätzchen schlagen aus.
Nichts hat der Wind befohlen
Flüstre deine Seele aus dem Haus.

(© Monika Minder)

Bitte Zitierrechte beachten!







Frühlingsgedicht

Frühlingsregen


Regne, regne Frühlingsregen,
Weine durch die stille Nacht!
Schlummer liegt auf allen Wegen,
Nur dein treuer Dichter wacht ...

Lauscht dem leisen warmen Rinnen
Aus dem dunklen Himmelsdom,
Und es löst in ihm tiefdrinnen
Selber sich ein heisser Strom,

Lässt sich halten nicht und hegen
quillt heraus in sanfter Macht ...
Ahndevoll auf stillen Wegen
Geht der Frühling durch die Nacht.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter, Schriftsteller)



Frühlingsgedicht

Ein Frühlingstag


Die Leute schnuppern in die Luft wie Hunde,
Die dieses Frühlingstages Ruch erspüren wollen.
Die Sonne steigt sehr langsam aus dem Grunde
Der schwarzen Wolken, wie ein Bergmann aus dem Stollen.
Und aus den Menschen zieht sie einen Schatten,
Verzerrt sind Kopf und Rumpf und Flanken...
So kriechen unsre heiligsten Gedanken
Vor uns am Boden, die das Licht doch hatten.

(Klabund 1890-1928, deutscher Schriftsteller)







Frühlingsgedicht

Die Blütenfee


Maien auf den Bäumen, Sträusschen in dem Hag.
Nach der Schmiede reitet Janko früh am Tag.
Blütenschneegestöber segnet seine Fahrt,
Lilien trägt des Rössleins Mähne, Schweif und Bart,
Lacht der muntre Knabe: "Sag' mir, Rösslein traut:
Bist bekränzt zur Hochzeit, doch wo bleibt die Braut?"

Horch, ein Pferdchen trippelt hinter ihm geschwind,
auf dem Pferdchen schaukelt ein holdselig Kind.
Solche kleine Fante nimmt man auf den Schoss,
auf die Schulter wirft er's spielend: Ei! wie gross!
Zappelnd schreit die Kleine: "Böser Bube du!
Weh! ich hab verloren meinen Lilienschuh."

Rückwärts sprengt er suchend ein geraumes Stück.
Wie er mit dem Schuhe eilends kam zurück,
an des Kindes Stelle sass die schönste Maid.
Da geschah dem Jungen süsses Herzeleid.
Flüsterte die Schöne: "Liebster Janko mein,
hab' ein kostbar Ringlein, strahlt wie Sonnenschein.
Bin dir hold gewogen, schenk' es dir zum Pfand,
Weh! ich hab's vergessen, badend an dem Strand."

Wie er mit dem Ringlein wiederkehrte: schau!
Hing gebückt im Sattel eine welke Frau.
Ihre Zunge stöhnte: "Janko! du mein Sohn,
Weh! ein Tröpfchen Wasser! Schnell! um Gotteslohn."

Wie er mit dem Wasser kam zum selben Ort,
war zu Staub und Asche Weib und Pferd verdorrt.

(Carl Spitteler 1845-1924, schweizer Dichter und Schriftsteller)



Schönes Frühlingsgedicht

Zur Osterzeit


Ist das ein Ostern! - Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken -
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen, -
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen. -

Und dennoch, Seele, sei gewiss:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoss der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Wein und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen! -

(Clara Müller-Jahnke 1860-1905, deutsche Dichterin, Journalistin)



Kurzes Frühlingsgedicht

Wenn die Blätter grünlich werden


Wenn die Blätter grünlich werden
Und ein lauer Wind sie spielt,
Stärker strahlt auf Erden
Ein helles Lichtgefild,
Vernehmen auch die Herzen wieder
Den Wechsel der ewigen Wende.
Blumen und Lieder
Legt der Frühling sanft in deine Hände.

(© Monika Minder)

Offizielle Homepage von Monika Minder



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von Johann Peter Hebel.

Literatur Frühlingsgedichte
Im Katalog der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Frühling Wikipedia
Der Artikel über die Jahreszeit Frühling

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Frühling kommt nun bald
Gedicht von Christian Morgenstern auf Wikipedia.

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