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Geburtstagsgedichte

Schöne Gedichte für Gratulationen und Glückwünsche zum Geburtstag, sowie Liebesgedichte, Geburtstags- und Glückssprüche.

Das Alter eilt dir oft voraus

Das Alter eilt dir oft voraus,
So jung hüpft noch dein Herz.
Du fühlst dich überall zu Haus
Und bist noch frei von Schmerz.

Die Jugend ist zwar schon ein Stück zurück
Und mit ihr so manche Torheit.
Der Geist verlangt nach Weisheitsglück,
Der Körper noch nach süsser Wahrheit.

(© Monika Minder)

Zum Geburtstag

Ich hab' der Gaben holdeste erhalten
An jenem Tage, der der Welt dich gab, —
Um sie durch dich noch schöner zu gestalten.

Dein stolzes Herz lehnt jede Gabe ab,
Denn du bist reich, je mehr du selber schenkst,
Aus deinen Händen nahm ich, was ich hab'.

Was du mit sehnsuchtsbangem Arm umfängst,
Wird dein und dein ist Himmelsblau und Licht
Und alle Wunder, die du fühlst und denkst.

Mit leeren Händen steh' ich da und nicht
Beschämt zu sein vor deinem reichen Schatz,
Sing deinem Königstum ich ein Gedicht.

Und statt zu schenken, bitt' ich wie ein Spatz,
Der Winters an die harten Scheiben pocht:
Gib mir am heiligen Feuer einen Platz.

Entzünd' mit deiner Glut den kargen Docht,
Denn du bist reich, je mehr du selber gibst,
Mein Leben nimm, das sich an deines flocht.
Denn du bist reich, Geliebte, weil du liebst!

(Hugo Zuckermann, 1881-1914, böhmisch-osterr. Rechtsanwalt, Schriftsteller)

Wir wandern durch die Zeit

Wir wandern durch die Zeit
Einmal im Glück, einmal im Leid.
Ungewiss und oft im Schein
Entgegen dieser Ewigkeit.

Wir lieben durch die Zeit
Einmal zu zweit, einmal allein.
Wer noch die Sehnsucht kennt
Der hat ein Herz, das brennt.

(© Monika Minder)

Ich hab ein feines Goldkettlein

Ich hab’ ein feines Goldkettlein,
Ein Herz daran von Golde klar
Mit deinem Bild, mit deinem Haar,
Du gabst es mir, Treuliebster mein.

Das Kettlein mit dem Herzen trag’
Ich Tag und Nacht nun alle Zeit,
Es atmet mit in Freud und Leid,
Es weiss von jedem Herzensschlag.

Und rührt sich’s leise im Gewand
Und streicht mir übern Nacken hin,
Da wird so heimlich mir zu Sinn,
Als kos’t mich eine liebe Hand.

Und manchmal noch im Traum so sacht
Fühl ich’s mir gleiten übers Haar,
Als wie von einem Lippenpaar
Ein leiser Kuss zur guten Nacht.

(Felicitas Leo, 19. Jh.)

Zwei schöne Gedanken

Zwei schöne Gedanken,
Wie Blumen, die am Wegrand stehn,
Die sich ranken und sich verstehn.

Zwei Wege, die gemeinsam gehen,
Jede Laune voneinander spüren,
Fehler dulden und verstehen,
Dasselbe sehn, dasselbe fühlen.

(© Monika Minder)





Du bist so sonderbar in eins gefügt

Du bist so sonderbar in eins gefügt
aus allem, was an allen mir behagte.
Du hast etwas von einer, die belügt,
und von der andern, die die Wahrheit sagte.

Du hast den Blick, der mir zum Glück genügt,
die Stimme, die es fühlte und nicht sagte;
begrenzt wie die, an die der Wunsch sich wagte,
unendlich an Erfüllung angeschmiegt.

Die Züge der Besiegten, die besiegt,
sind Spiegel aller Wonne, die mich plagte
und allen Zwistes, der am Herzen nagte,

und daß ich mich vergnügte und verzagte,
und wie ich im Gewinn Verlust beklagte
von Federleichtem, das ein Leben wiegt.

(Karl Kraus 1874-1936, österreichischer Schriftsteller)

Dein Leben

Dein Leben ist Alltag
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
Dein Leben ist oft leer
Ich wünsche dir das Meer.
Dein Leben ist Grund
Ich wünsche dir einen Mund.

Lippen, die dich küssen
Dich spüren lassen
Dass dein Leben mehr sein kann
Als Alltag.

Ich wünsche dir einen schönen Tag.

(© Monika Minder)

Erneuertes Leben

Drängt schon erneuertes Leben
Aus dem erfrornen Reise?
Siehst du die Schollen sich heben?
Regt es sich unter dem Eise?

Morgendlich wärmendes Wehen,
Wiegen und Heben und Senken …
Was will im Innern geschehen,
Wo sich die Wurzeln verschränken?

All du verlornes Empfinden,
Seufzen und Sehnen und Lachen,
Willst du mich wieder umwinden?
Willst du mir wieder erwachen?

Schatten verwundener Schmerzen
Sind nur im Traum noch lebendig
Und in dem klopfenden Herzen
Ruft es und singt es beständig.

(Henry von Heiseler, 1875-1928, deutsch-russischer Lyriker, Erzähler, Essayist)

Du bist wie eine Blume

Dein Herz ist wie die Blume,
die blühend auf der Wiese steht,
die heute herrlich in den Himmel duftet
und morgen sich vom Wind verweht.

Dein Herz ist wie ein lichter Stern
der seine Heimat sucht
die heute ihm noch fern
doch morgen ihm zu Füssen steht.

(© Monika Minder)

Als die Liebe noch ein Kind war

Als die Liebe noch ein Kind war,
Und beständig spielen wollte,
Folgte stets die Scham ihr sorgsam,
Dass ihr Fuss nicht straucheln sollte.

Als die Liebe grösser wurde,
Sprach alsdann zur Scham sie: "Missen
Kann ich dich und werd' allein schon
Meinen Weg zu finden wissen."

"Treib' mich, Thörichte, von dir nicht",
Sprach die Scham mit sanfter Bitte;
"Denn du wirst so weit nicht gehen,
Leite ich nicht deine Schritte."

(Aus Spanien; Quelle aporismen.de)

Helles und dunkle

Helles und Dunkles im Leben
In Höhen und Tiefen sich begeben
Alles möchte die Seele beleben
Möchte vorwärts und rückwärts schweben.

Im Spiegel der Träume
Mal wild und schäumend
In der Jugend nichts versäumen
Im Alter sich weit zu träumen.

(© Monika Minder)

Lustige Geburtstagsgedichte

Du bist recht gut geraten

Du bist recht gut geraten,
fast wie das Wetter
und mein Braten.
Tanzt' halbwegs im Takt,
hast mit dem Leben
einen faustischen Packt,
im Gehirn noch keine Schwielen,
liebst programmgemäss
und lässt die Anderen spielen.
Ja, du bist recht gut geraten,
fast wie das Wetter
und mein Braten.

(© M.B. Hermann)





Es war einmal ein Burzeltag

Es war einmal ein Burzeltag
der war vom Jahr der schönste Tag.
Er sagte auch nur kurz Hallo
und schon war er des Lebens froh.

Manchmal blieb er eine Weile
ass Kuchen und spielte mit den Kleinen.
Er wünschte alles Gute
und sagte, sei nur immer frohen Mutes.

Auch vom Leben sprach er,
dass es manchmal dunkel werd,
und dass das normal sei,
man könne sich ja nicht den ganzen Tag freun.

Ja, ja der Burzeltag, der weiss es ganz genau,
und deswegen kommt er wieder ein anderes Mal.

(© Monika Minder)

Marys Kochschule

Daß in deinem Engelsköpfchen
So viel Teufelei rumort,
Hätt ich nimmer ahnen können;
Aber deine Küsse brennen,
Wie kein Höllenfeuer schmort.

Deiner Seele heiße Sauce
Gießt sich prasselnd auf mich aus;
Mit den neusten Apparaten
Werd ich Ärmster ausgebraten,
Ein bejammernswerter Schmaus.

Schließlich öffnest du die Brust mir
Und transchierst mein dampfend Herz,
Weidest dich an seinem Pochen,
Wie's zerrissen und zerstochen
Und in Stücke sprang vor Schmerz.

(Frank Wedekind, 1864-1918, deutscher Schriftsteller)

Die Blumen singen Dur

Es spriesst in Wald und Flur
Die Blumen singen Dur.
Ich stürbe gern in deinen Armen
Sei geküsst, sei umarmet.
Immer wieder.
So oft ich kann
Sing ich dir Lieder
Und dann und wann
Komm ich mit Blumen wieder.

(© Monika Minder)

Versauern

Man sollte, wollte man versauern,
es ein kleines bisschen bedauern,
denn wenn schon mal das Grauen
sich überlegt zu lauern,
man nicht an ihm vorüberschaue.
Vielleicht grüsst ja ein Engel hinter
all den Mauern.

(© M.B. Hermann)

Bekannte und klassische Geburtstags-Gedichte

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Gingster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.

Ich habe dich so lieb.

(Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller; aus: Allerdings)





Rastlos vorwärts

Rastlos vorwärts musst du streben,
nie ermüdet stille stehn,
willst du die Vollendung sehn,
musst ins Breite dich entfalten,
soll sich deine Welt gestalten,
in die Tiefe musst du steigen,
soll sich dir das Wesen zeigen,
nur Beharrung führt zum Ziel,
nur die Fülle führt zur Klarheit,
und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

(Friedrich von Schiller, 1759-1805, deutscher Dichter, Philosoph)

Ich wünsche

Ich wünsche, dass dein Glück sich jeden Tag erneue,
Dass eine gute Tag dich jede Stund' erfreue!
Und wenn nicht eine Tat, so doch ein gutes Wort,
Das selbst unsterblich wirkt zu guten Taten fort.
Und wenn kein Wort, doch ein Gedanke schön und wahr,
Der dir die Seele mach' und rings die Schöpfung klar.
Nichts anders kann erfreun den Menschen und erheben,
Wie diese Zeugnisse von eignem höherm Leben.
Und was das Glück von Lohn ihm zu von aussen spült,
Erfreut ihn nur, wenn er sich dessen würdig fühlt.

(Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter)

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Zuerst wollte ich dir Blumen schenken







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