Verse Gedichte
Verse Gedichte - Verse - Gedicht Vers - Vers
Lass die Verse lieblich fliessen, lass die Verse sich ergiessen...
Verse, die sich rhythmisch geben -
Verse, die sich klingend heben ...
Vers von Justinus Kerner
Du bist vom Schlaf erstanden
Und wandelst durch die Au.
Da liegt ob allen Landen
Der Himmel wunderblau.
Solang du ohne Sorgen
Geschlummert schmerzenlos,
Der Himmel bis zum Morgen
Viel Tränen niedergoss.
In stillen Nächten weinet
Oft mancher aus den Schmerz,
Und morgens dann ihr meinet,
Stets fröhlich sei sein Herz.
(Justinus Kerner 1786-1862)
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Vers von Seume
Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt,
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt,
Bösewichter haben keine Lieder.
(Johann Gottfried Seume 1763-1810)
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Kurzer Vers
Um edel zu empfinden,
Lasst Scham nicht aus der Seele schwinden.
(Wolfram von Eschenbach 1180-1220)
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Vers von Goethe
Zum Sehen geboren,
zum Schauen bestellt,
dem Turme geschworen,
gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
ich seh in der Näh
den Mond und die Sterne,
den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
die ewige Zier,
und wie mir's gefallen
gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
was ihr je gesehn,
es sei, wie es wolle,
es war doch so schön!
(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)
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