Verse
Verse - Vers - kurze Verse
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Ach! Es ist der Erde Los, blühen, tragen und zerfallen.
(Vers von Justinus Kerner)
Vers von Justinus Kerner
Du bist vom Schlaf erstanden
Du bist vom Schlaf erstanden
Und wandelst durch die Au.
Da liegt ob allen Landen
Der Himmel wunderblau.
Solang du ohne Sorgen
Geschlummert schmerzenlos,
Der Himmel bis zum Morgen
Viel Tränen niedergoss.
In stillen Nächten weinet
Oft mancher aus den Schmerz,
Und morgens dann ihr meinet,
Stets fröhlich sei sein Herz.
(Justinus Kerner 1786-1862, deutscher Dichter)
Vers von Seume
Wo man singet, lass ich ruhig nieder
Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt,
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt,
Bösewichter haben keine Lieder.
(Johann Gottfried Seume 1763-1810, deutscher Schriftsteller
und Dichter)
Kurzer Vers
Um edel zu empfinden, lasst Scham nicht aus der Seele schwinden.
(Wolfram von Eschenbach 1180-1220, deutschsprachiger Dichter)
Kurzer Vers
Es gibt nichts mehr
Es gibt nichts mehr
Kein Sehnen.
Der Traum der Entlaubten
Lässt einen Hauch
vom Tode stehen.
(© Monika Minder)
Bitte Zitierrechte beachten!
Zwei Verse von Goethe
Zum Sehen geboren
Zum Sehen geboren,
zum Schauen bestellt,
dem Turme geschworen,
gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
ich seh in der Näh
den Mond und die Sterne,
den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
die ewige Zier,
und wie mir's gefallen
gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
was ihr je gesehn,
es sei, wie es wolle,
es war doch so schön!
(Johann Wofgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)
Gedicht Vers
Ländlich
Die Nachtigall, sie war entfernt,
Der Frühling lockt sie wieder;
Was Neues hat sie nicht gelernt,
Singt alte, liebe Lieder.
(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter;
Quelle: die schönsten Gedichte von Goethe, Diogenes 1984)
Vers
Rosen
Rosen steck ich in deine Haare
Der Frühling soll dich neu beglücken.
Auch wenn deine Mutterjahre
ein bisschen nachgerückter.
(© Monika Minder)
Offizielle Homepage von Monika Minder
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Vers
Wer kein geliebtes Wesen
Wer kein geliebtes Wesen
In seine heissen Arme schleusst,
Der ist, so viel er prahle,
Ein Körper ohne Seel' und Geist.
(Georg Friedrich Daumer 1800-1875, deutscher Lyriker)
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