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Moderne Gedichte + Sprüche

Unbekanntere Gedichte, moderne Lyrik, kurze Sprüche und Zitate aus verschiedenen Epochen. Gedanken und Texte der Neuzeit.

Herbstübung

Ich sage nicht: das tut weh, weil der Sommer vorbei ist und wir wieder lange auf die Rückkehr der Vögel warten müssen. Es schadet nicht, den Wind aus den Segeln zu nehmen und die Zunge den Heidelbeeren entgegen zu strecken. Der Himmel braucht sein Theater, damit die Erde nicht zu früh in den vermorschten Schlaf einbricht.

(© Monika Minder)

Fürchte dich nicht, es blüht hinter uns her.

(© Hilde Domin; aus dem Gedicht: Tunnel)

Deine Hand

Deine Hand in der meinen.
Wo Licht zu einem Wunder wird,
hat sich etwas in mein Herz verirrt.

(© Beat Jan)

Wir handeln zu viel, schauen und hören zu wenig.

(© M.B. Hermann)

Ad se ipsum

Als Wolke locker stehen
überm Weltgeschehen,
ohne eitles Krampfen
allmählich verdampfen.

Will dich wer verpflichten
auf diese Drecksgeschichten,
zeig ihm, hinter deiner Kunst
wölkt nur ein blauer Dunst.

Als Flöckchen rasch verwehn,
wenn sie stramm im Leben stehn,
als Kehlchen ins Leere schmelzen,
wenn sie sich auf den Brettern wälzen.

Als Apfel in der Dämmerung glühn,
wenn Sommer längst sich ausgeschrien.
Und lautlos auf die weiche Erde fallen,
erstarrt im Mondlicht Wassers Lallen.

Sich an Lichtes Tränen freuen,
die den dunklen Schmerz erneuen,
der Rose späte Glut genießen
und leise, leise die Türe schließen.

(© Dr. Detlev Wilhelm Klee, Frankfurt am Main)

Gedicht hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Dr. Detlev Wilhelm Klee. Quelle: www.luxautumnalis.de

Gibt es ein Ohr so fein, dass es die Seufzer der welkenden Rose zu hören vermöchte?

(Arthur Schnitzler, 1862-1931)

Ich sitze des öftern

Ich sitze des öftern
neben mir
und tu
als wär ich
gegenwärtig hier.

(© Monika Minder)

Chancen sind das Epigramm des Wachseins.

(© Monika Minder)

Als wir seltsam aneinander wohnten

Als wir seltsam aneinander wohnten
Wand an Wand, Geliebte, du und ich,
Als wir zärtlich-einsam uns verschonten:
Und du weisst nicht, dass zur Tür ich schlich?

Abend war's, die Fenstertücher glühten
So erinnernd einer fernen Welt,
Dämmrig, zwei schmale Kerzen sprühten
Ihre Flämmchen um dein Bettgezelt.

All das Nackte drang in meine Sinne
Deiner Schimmerwiese lebenswarm,
Mit der Blutgier einer Saugespinne
Schlürfe ich dich aller Reize arm.

Und berauscht mit schwerer Lockung stille,
Zögernd wieder fand ich meine Statt,
Und mein hungerdunkler Liebeswille
Blieb vom Anblick deiner Süsse satt.

(Salomo Friedlaender, 1871-1946, deutscher Philosoph)





Wo ich jetzt gern wäre

Wo ich jetzt gern wäre,
bei dieser feuchten Sonne,
dem Lärm, der nie endet?
Küsse hätte ich genug.

(© M.B. Hermann)

Die Musik dünkt mich manchmal eine Perlenkette von Küssen.

(Carl Ludwig Schleich, 1859-1922)

Im Trüben und im Bunten sein

Im Trüben sein,
ganz mit ihm,
ihm, dem Melancholischen.

Im Bunten sein,
ganz mit ihm,
ihm, dem Lebendigen.

In beiden sein,
ganz mit allem,
ihnen, den Bewegenden.

(© Monika Minder)

Wo du gibst, fällst du auf einen Boden der Geborgenheit.

(© Monika Minder)

Enthaltung

Finger und Brüste,
Tasten pflückenden Fiebers,
Bebende Landschaft Weib
Liebt sich heran -

Zacke der Stirne,
Kühler und sonniger Felsen,
Bleich in weichlichen Leib
Sinkst du und weichst -

Lässt nur bewußtlose Flächen
Zurück - du türmtest doch Hauche,
Sausende Sterne und laut
Riefst du mich aus -!

Fall nun in Schweigen -
Sieh deine Wände sich wölken -
Bilder der Freunde starrn
Untergang -

Sieh auch dein Sehn
Deines Untergangs fallen,
Hör die befreundete Strasse noch gehn
- Dann bist du Weib.

Tief in ein Sofa
Bauche dich Haupt hinein,
In den bewunderten Schlamm bade
Dich Stein -

Liebe zu liegen, verrate
Geigendes ruhvolles Stehn
Im Tag, dein Stehn in dir,
Und zapple am Boden des Weibs -

Zunge und Glieder
Fühlen den Schnee schon schmelzen
Her vom Berg der Lust
Und Angst -

- - - Du -?
Stehst so gehalten auf
- Eh du verlorest -
- Augen blendend weiß -

Streichst dir die Stirne
Wie eine Geige, Bewahrter!
Schallest Gedanken und gehst
Wieder bewehrt.

(Alfred Wolfenstein 1883-1945, deutscher expressionistischer Lyriker)

Atme ganz dich ein, von Duft umschlungen, der mich traumhaft küsst mit Blumenzungen...

(Alfred Wolfenstein, 1883-1945)

Das Innen füllen

Das Innen füllen,
wenn aussen nichts mehr geht,
Vertrauen holen für den Weg,
Kräfte sammeln im Rückzug.
Leiden braucht Mut.

(© Monika Minder)


hellgelbe Tulpenblüte mit Himmel

© Bild Monika Minder, kann privat=offline (Karten, Mails) kostenlos genutzt werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text

Ein Leuchten in den Augen ist wie eine Blume, die blüht.

(© Monika Minder)





Blühen mit dem Sagbaren

Blühen mit dem Sagbaren
Erfahren das Erfahrbare
Zeitlich sein in der Zeit
Weit werden in der Welt.

(© Monika Minder)

Ausschlaggebend wird aber der Wert des Menschen durch eine besondere Art von Können bestimmt, durch sein Vermögen, seinen Mitmenschen Nutzen zu bieten und ihr Gedeihen zu fördern, und durch seinen Wunsch, solches zu tun, und durch die Kraft dieses Wunsches.

(© Dr. Gustav Großmann 1893-1973, deutscher Arbeitsmethodiker)

Kunst ist es

Kunst ist es
aus dem grössten Pech
noch ein kleines Glück
zu machen.

(© Monika Minder)

Wir stolpern nur, wenn wir stolpern müssen, damit der Weg sich wendet oder eine andere Farbe bekommt.

(© Monika Minder)

Ein Blatt

fiel mir ein
herbstgoldenes blatt zu
ich fühlte mich beschenkt

so aber reisst
nur der wind an mir
und treibt mich nicht zu einem ziel

fiel mir deine seele ins herz
wüsste ich wo
ich bin.

(© Gabriele Nutz)

O versucht es nur, Blumen zwischen die öden Blätter des Lebens zu legen; fürchtet euch nicht, kindisch zu heissen bei zu klugen Köpfen; ihr werdet keine Reue empfinden, wenn ihr zurückblättert und auf die vergilbten Andenken trefft!

(Wilhelm Raabe, 1831-1910)

Ich wünschte mir ein Bild zu sein

Ich wünschte mir ein Bild zu sein,
das ohne Farbe auskommt,
mit einem Rahmen, der nicht auffällt,
aber das Echte glänzen lässt.

(© Monika Minder)

...Tagüber leuchtet das Meer, eine Brücke von goldenem Licht, ich gehe wie träumend umher: O Sonne, was eilest du nicht...

(© Gustav Renner, 1866-1945)

Geschichtsunterricht

Meinen Enkeln erzähle ich, dass die Erde
grün und fruchtbar war in meiner Jugend,
Flüsse und Seen kristallklar
und die Meere reich an Fischen.
Die Menschen bescheidener als heute

Meine Enkel wundern sich -
sie haben Geschichtsunterricht
in der Schule und fragen mich
warum es denn dann dauernd
Kriege gab in Europa

Als sie gegangen sind, denke ich
über diese Frage lange nach und
komme zu keiner anderen Erklärung
als die bodenlose Gier nach Macht
und die Dummheit unserer Politiker

Dereinst werden meine Enkel ihren Enkeln erzählen,
dass es in ihrer Jugend noch genügend Wasser gab
für die meisten Menschen, dass man noch kleine grüne
Oasen hatte zwischen Häusermeeren und weite Teile
der Erde noch nicht vergiftet und verstrahlt waren

Ihre Enkel fragen dann verwundert warum sie nichts
unternommen haben um dieser Entwicklung Einhalt
zu gebieten. Die Enkel haben schon lange keinen
Geschichtsunterricht mehr und können nicht wissen,
dass hart gekämpft wurde, aber nicht um die Erde
vor Unheil zu bewahren sondern jeder um seinen Besitz
vor denen zu schützen die schon keinen mehr hatten

(© Gerhard Rombach)

Gedicht hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Rombach.

...Tagüber leuchtet das Meer, eine Brücke von goldenem Licht, ich gehe wie träumend umher: O Sonne, was eilest du nicht...

(© Gustav Renner, 1866-1945)

Auch bei Regen

Auch bei Regen scheint
in meinem Herzen die Sonne,
wenn du bei mir bist.

(© Monika Minder)


Schnee auf nacktem Ast

© Bild Monika Minder, kann privat=offline (Karten, Mails) kostenlos genutzt werden.

Bild-Text

Es gibt etwas, das ist leise und heisst Liebe.

(© Monika Minder)





Geflohen

Geflohen
aus einer Zeit, die keine Bäume mehr pflanzt.
Geflüchtet
vor der eigenen Verantwortung.
Vergessend
im Herumirren der Jugend.
Ohne Ziel
doch immer im Glauben, es wird besser.

(© Monika Minder)

Heiterkeit, wo die Liebe dich berührt und Vertrauen.

(© M.B. Hermann)

Letzte Rosen

Dies sind die letzten; suche nicht nach mehr;
Ich suchte, doch ich fand nicht; Wind bricht ein,
Und Regen droht; der Himmel trüb und schwer
Hängt übers Land und löscht den letzten Schein.

(Rudolf Borchardt 1877-1945, deutscher Schriftsteller, Lyriker)

Erste Strophe des gleichnamigen Gedichtes.

Das Leben wird leichter, wenn wir einander behutsam begegnen und Schwächen ernst nehmen.

(© Monika Minder)

Wir sind doch alle in die Zeit gestellt

Wir sind doch alle in die Zeit gestellt
Kein Wurm besteht aus Ewigkeit
Keine Blume, die nicht irgendwann verfällt
Kein Schatten, der für immer bleibt.

(© Monika Minder)

Sich fühlen, wie ein Vogel auf einem knospenden Ast. Leben veraltet nur, wo wir ständig rasen.

(© Jo M. Wysser)

Ein Blick

Ein Blick
ein Streicheln
zärtlich an die Wange
eine Umarmung
ein Kuss
ewig lange
ein Händedruck
in die Augen schauen
es wird dauern
bis ich dich wieder sehe
ein Blick
du.

(© Monika Minder)

(Ich bin) der Pfirsichbaum

Ein blühender Pfirsichbaum bin ich in einer tiefen Grube.
Da ist niemand, zu dem ich mich wenden könnte und lächeln.
Der Mond bist du, der oben am fernen Himmel
Vorüberziehend auf mich herabsah für eine Stunde und dann
für immer ging.

Ein Schwert mit schärfster Schneide vermöchte nicht
Das strömende Wasser entzweizuschneiden,
So dass es aufhören müßte zu fliessen.
Mein Gedenken ist wie der Strom: es fliesst und folgt dir
für immer nach. 

(Li T'ai Po, 701-762, chinesischer Dichter)

übersetzt von Hans Schiebelhuth,1895-1944.

Wo ich mich in deinem Himmel verirren möchte, ist es still.

(© M.B. Hermann)

Dein Blick ist die Sonne

Dein Blick ist die Sonne
in meinem Herzen
und öffnet meine Seele
zur Unendlichkeit.

(© Monika Minder)

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Wenn wir nicht nur erkennen, sondern auch fühlen, verfeinert sich alles.

(© Beat Jan)

Wir sind verwundet

Wir sind verwundet
Entsagungen
haben wir uns angetan.
Keine Blume mehr im Schnee
Schon lange keine Schmetterlinge mehr
Güte - vielleicht noch.

(© Monika Minder)





Meine Sehnsucht

Meine Sehnsucht, das bist du
Ich verfluche sie nicht,
denn sie gehört ganz dir.

(© Monika Minder)

Nähe- und Distanzbedürfnisse sind individuell verschieden. Grenzen nach den Neigungen zu setzen und zu akzeptieren, dass sie bei anderen anders sein können, ist folglich eine Achtung der Vielfalt der Schöpfung gegenüber.

(© Monika Minder)

Sich auf die Welt einlassen

Sich auf die Welt einlassen
wie eine Rose
mit Schönheit und Liebe
und den nötigen Abgrenzungswerkzeugen,
das ist Demut.

Ich mag aber keine Rosen
Tulpen sind schlichter
Nur, ihr stehen keine Dornen.

(© Monika Minder)

Es ist ein liebes Gefühl, Gutes tun zu können um des Guten willen, ohne Dank.

(Felicitas Rose, 1862-1938)

In deinen Gedanken möchte ich ein Plätzlein haben wie ein Bänklein, das darauf wartet zu dienen.

(© Monika Minder)

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Gedichte und Sprüche aus dem 20. Jh.

JA

Du bist so weit.
So weit wie ein Stern, den ich zu fassen geglaubt.
Und doch bist du nah -
nur ein wenig verstaubt
wie vergangene Zeit.
Ja.

Du bist so gross.
So gross wie der Schatten von jenem Baum.
Und doch bist du da -
nur blass wie ein Traum
in meinem Schoss.
Ja.

(Selma Meerbaum-Eisinger 1924-1942, Ukraine, deutschsprachige Dichterin)

Es ist so viel buntes Geschehen

Es ist so viel buntes Geschehen
so viel lebendes Leben um mich -
ich könnte atmen und sehen
und könnte das Schönste verstehen,
wenn ich eines nicht hätte: dich.

So aber bist du mir das Leben,
und das andre ist stumpf und leer.
Und alle Wellen verebben
und können mir gar nichts geben,
das so fern wär' wie du und so schwer.

(Selma Meerbaum-Eisinger 1924-1942, Ukraine, deutschsprachige Dichterin)

Liebe in der Welt

Wenn es dir möglich ist, die Liebe in der Welt mit auch nur einem kleinen Funken zu bereichern, dann hast du nicht umsonst gelebt.

(Jack London 1876-1916, US-amerikanischer Schriftsteller)

Liebend voreinander stehn

Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weisst Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiss ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiss und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.

(Franz Kafka 1883-1924, österreichischer Schriftsteller)

DU

Es ist im tiefsten Grunde doch nur Du,
nach der sich meine Nächte bangen,
nach der die Tage hastig langen;
und wenn des Dämmerns weiche Arme mich umfangen -
es ist im tiefsten Grunde doch nur Du.

(Siegfried Kawerau 1886-1936, deutscher Pädagoge)

Vorfrühlingsfieber

Vorfrühlingsfieber wühlen in den Gliedern,
Zerglügen sie in Mittagen und Nächten
Zu wirren Schöpfermassen, die sich wünschen:
Ach daß wir frische wilde Blüten brächten.

Nicht ziemlich ist's in diesen milden Winden
Mit dir du liebe Wilde zu spazieren.
Ist's doch nicht lange, daß wir Menschen wurden,
Und bald verlockt es uns: auf allen Vieren.

(Carl Sternheim 1878-1942, deutscher Dramatiker)

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