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Trauer Gedichte

Trauergedichte - Trauer Gedicht

Hier erhalten Sie schöne und stille Trauergedichte





Traurigkeit ist nicht ungesund - sie hindert uns, abzustumpfen.
(Zitat von Georg Sand)



Trauergedicht - sanfter Trost

Geschieden ist die Sonne,
Kein Blümlein mehr mag blüh'n,
Und nur des Epheus Blätter
Schmückt noch ein sanftes Grün.

Und freudig uns're Seele
Darauf die Hoffnung baut,
Dass es nach ödem Winter
Den Frühling wieder schaut. -

So wird der bangen Seele
Die tiefer Schmerz erfüllt,
Im Lebensgrün der Hoffnung
Ein neuer Trost enthüllt.

Ein Frühling lacht ihr wieder,
Und Blumen pflückt die Hand,
Fällt manche Wehmutsträne
Auch auf des Kelches Rand.

Und wie der Epheu innig
Sich Rank' an Ranke schmiegt,
So wird die Seele stiller
An Freundes Herz gewiegt.

(Luise Büchner 1821-1877, deutsche Schriftstellerin)



Trauer Gedicht

Letzter Trost


Wenn im Sarg der letzte Freund,
Wenn das letzte Herz nicht mehr,
Das mit dir es gut gemeint,
Klage nicht, o Herz! so sehr!

Denn wenn so die Welt dir tot,
Einsam ganz dein Pilgerlauf,
Baut sich dir im Morgenrot
Eine neue Heimat auf.

Sehnsucht nur ist dann dein Schmerz
Nach der neuen Heimat Licht,
Bis auch dir, verlassnes Herz!
Deine Haft der Tod zerbricht.

(Justinus Kerner 1786-1862, deutscher Dichter und Schriftsteller)



Trauergedicht

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum


Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unserm Leben.
Drum wird dies Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

(Autor unbekannt)







Trauergedicht

Mondnacht


Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff 1788-1857, Lyriker und Schriftsteller)



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