Advents Gedichte
Advents Gedichte - kurzes Adventsgedicht - Adventsgedichte
Hier erhalten Sie schöne, besinnliche, kurze und lange Adventsgedichte
Advent, Advent, wir rennen, bereits die ersten Kerzen brennen,
im Haus riecht es nach Tannenduft ...
Adventsgedicht von Kritzinger
Es ist Advent
Im Tale sind die Blumen nun verblüht
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
In Eis verwandelt ist der blaue See.
Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
Und in des Winters Kälte angstvoll gehen,
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.
Es leuchtet fern und sanft aus einem Land,
Das einstens voll von solchen Lichtern war,
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.
Verändert hat die Welt sich hundertmal
In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual
Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!
(Friedrich Wilhelm Kritzinger 1816-1890, deutscher Theologe und
Pädagoge)
Bekanntes Advents Gedicht von Rilke
Es treibt der Wind im Winterwalde
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weissen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
(Rainer Maria Rilke 1875-1926, Lyriker deutscher Sprache)
Kurzes Adventsgedicht
Wie leide ich vor Sehnsucht
Wie leide ich vor Sehnsucht!
Wäre es doch Weihnachten!
(Hans Christian Andersen 1805-1875, dänischer Schriftsteller)
Einige kurze Adventsgedichte
Es dämmert früh in der Adventszeit
Es dämmert früh in der Adventszeit,
Doch viele Lichter sind bereit.
Der Weihnachtsmarkt ist aufgebaut
Und leuchtet hell aus tristem Grau.
(© Monika Minder)
Adventsgedicht aus dem 17. Jh.
Am andern Sonntag des Advents
Jesu, als du erstlich kamest,
Unser armes Fleisch annahmest,
Zogest du sanftmütig ein.
Ach dein andres Wiederkommen
Wird zwar auch den Frommen frommen,
Aber Bösen böse seyn:
Da wirst du den Weitzen sichten,
Wie du findest, jeden richten.
Darüm ach verhüt in Gnaden,
Dass mein Herz nit sey beladen
Mit der Erden-Eitelkeit.
Mach mich wachen, lehr mich beten,
Dass vor deinen Thron zutreten
Ich sey jede Stund bereit;
Dann ich weiss, du wirst einbrechen
Schnelle gleich den Regenbächen.
Lass mich dann seyn aufgeschrieben,
Lis mich aus dem Buch der Lieben.
Lösch die schwarzen Schulden aus
Mit der Dinte deiner Wunden,
Dass ich werd ein Schäflein funden,
Ewig bleib in deinem Haus,
Wann der Teufel treibt zur Höllen
Seine Böck und Qual-gesellen.
Vor mir ligen falsche Körner,
Wollust, Ehr und Reichtumsdörner
Auf dem Lockheerd dieser Welt.
Die Lockvögel aus der Höllen
Mir manch süsses Liedlein gellen,
Das auf mein Verderb gestellt.
Ach der Tod das Garn bald zücket,
Wie ein Fallstrick uns berücket.
Gib mir Augen, recht zusehen,
Gib ein Herz, das mög verstehen,
Was zwar scheint, doch schädlich ist.
Jesu, meinen Sinn regire,
Dass der Feind mich nicht verführe
Mit dem schnöden Erden-mist,
Dass dein Tag mich nicht im Naschen
Auf dem Lockheerd mög erhaschen.
(Sigmund von Birken 1626-1681, deutscher Schriftsteller und
Dichter des Barock)
Adventsgedicht kurz
Advent wir sind bereit
Advent, Advent, wir sind bereit,
Adventskranz und Kalender sind gebastelt.
Stollen, Plätzchen und Kuchen gebacken.
Die Kerzen glänzen, kommt ganz schnell!
Der Himmel ist jetzt immer hell.
(© Monika Minder)
Kurzes Adventsgedicht
Der längste Nächte Zeit
Der längsten Nächte Zeit ist angebrochen.
Wir denken an die Welt und ihre Sachen.
Als Teil von diesem Spiel
Ist Glauben, Hoffen, Lieben auch ein Ziel.
(© Monika Minder)
Adventsgedicht
Schneeflocken tanzen
Schneeflocken tanzen leis in dieser Nacht
die Adventslichter sind angemacht.
Es beginnt die Zeit der Besinnlichkeit,
inmitten des Trubels und der Herrlichkeit.
Manch einer glaubt den Weg zu spüren
der Sog des Angebots wird ihn verführen.
In all den staunenden Kindergesichtern,
können wir einen Hauch
von dem was kommt erblicken.
(© Monika Minder)
Adventsgedicht
Advent, Advent
Advent, Advent, wir rennen,
bereits die ersten Kerzen brennen.
Im Haus riecht es nach Tannenduft,
Besinnliches liegt in der Luft.
Advent wir rennen durch die Nacht,
bald sind alle Päckchen heimgebracht.
(© Monika Minder)
Offizielle Homepage von Monika Minder
Schönes Adventsgedicht
Weihnachtsgeschenk
Mein süsses Liebchen! Hier in Schachtelwänden
Gar mannigfaltig geformte Süssigkeiten.
Die Früchte sind es heilger Weihnachtszeiten,
Gebackne nur, den Kindern auszuspenden!
(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter;
Quelle: mit Goethe durchs Jahr, Reclam 2004)
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