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Wintergedichte

Wintergedichte - Wintergedicht - kurze Winter Gedichte

Sie erhalten hier schöne und besinnliche Wintergedichte





Der Winter treibt ein langes Spiel, vom Frühling hält er gar nicht viel.
Wir hoffen auf balde, dass es heller werde im Winterwalde.



Wintergedicht von Gustav Falke

Winter


Ein weisses Feld, ein stilles Feld.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
hob hinten, fern am Horizont,
sich sacht des Mondes roter Rand.

Und hob sich ganz heraus und stand
bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
klang einer Krähe heisres Krah.

Gespenstisch durch die Winternacht
der grosse dunkle Vogel glitt,
und unten huschte durch den Schnee
sein schwarzer Schatten lautlos mit.

(Gustav Falke 1853-1916, deutscher Schriftsteller)



Kurzes Wintergedicht

Bereit für den Winter


Es stürmt und schneit,
für den Winter sind wir schon bereit.
Alles eingebracht und schön gemacht,
auch die Stube ist warm für die lange Nacht.

(© Monika Minder)


Bitte Zitierrechte beachten!



Schönes Wintergedicht von Trakl

Ein Winterabend


Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
Lang die Abendglocke läutet,
Vielen ist der Tisch bereitet
Und das Haus ist wohlbestellt.

Mancher auf der Wanderschaft
Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
Aus der Erde kühlem Saft.

Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle,
Da erglänzt in reiner Helle
Auf dem Tische Brot und Wein.

(Georg Trakl 1884-1914, österreichischer Dichter)







Wintergedicht

Winternacht


Die lange, lange, dunkle Nacht
hab ich durchwacht,
mit Seufzen und in Tränen
tät sich mein Herz aus öder Qual
dem Sonnenstrahl,
dem Licht entgegensehnen.

Und nun es kommt - wie bleich und kalt:
es wogt und wallt
des Nebels Wahngebilde, -
zu Eis erstarrt die Träne - ach!
ein Wintertag
liegt über dem Gefilde!

(Clara Müller-Jahnke 1860-1905, deutsche Dichterin)



Kurzes Wintergedicht

Flocken tanzen leis vom Himmel


Flocken tanzen leis vom Himmel.
Schritte quitschen froh im Schnee.
Die Kinder freuen sich wie immer,
an diesem weissen Zaubermeer.

(© Monika Minder)

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Kurzes Wintergedicht

Winter ist da


Die Natur steht im weissen Kleid da.
Winter ist's geworden über Nacht.
Weihnachten ist ganz nah,
Du sagst, du hättest Kuchen gemacht.

(© Monika Minder)







Kurzes Wintergedicht

Weisses Winterfeld


Ich wandere hinaus ins weisse Winterfeld,
hinaus in die Weite dieser kalten Welt.
Über den Schnee in die schlingende Einsamkeit.
Es schmerzt die wundersame Zeit.

(© Monika Minder)



Kurzes Wintergedicht

Winter steht vor der Tür


Die Seele hängt noch in der Wärme.
Jetzt wo die Sonne durch die Wolken blinzelt
und der Schnee unter den Füssen knirscht,
träum ich von vergangnen Sternen.
Gähnend auf dem Gipfel des Lebens sitzend,
steht der Winter vor der Tür.

(© Monika Minder)




Kurzes Wintergedicht

Der Winter ist hart


Es murmelt keine Sonne durch die Fluren,
Der Winter ist hart.
In der Seele welken Spuren,
Die der Frost zertrat.

(© Monika Minder)



Kurzes Wintergedicht

Es ist kalt geworden


Es ist kalt geworden und spät.
Das Licht scheidet früh.
Nebel weidet über dem Schnee.
Der Winter blüht.

(© Monika Minder)



Wintergedicht

Winternacht


Nicht ein Flügelschlag ging durch die Welt,
Still und blendend lag der weiße Schnee,
Nicht ein Wölklein hing am Sternenzelt,
Keine Welle schlug im starren See.

Aus der Tiefe stieg der Seebaum auf,
Bis sein Wipfel in dem Eis gefror;
An den Ästen klomm die Nix herauf,
Schaute durch das grüne Eis empor.

Auf dem dünnen Glase stand ich da,
Das die schwarze Tiefe von mir schied;
Dicht ich unter meinen Füßen sah
Ihre weiße Schönheit Glied für Glied.

Mit ersticktem Jammer tastet' sie
An der harten Decke her und hin.
Ich vergaß das dunkle Antlitz nie,
Immer, immer liegt es mir im Sinn.

(Gottfried Keller 1819-1890, schweizer Dichter)



Wintergedicht kurz

Moll legt sich über Häuserdächer


Moll legt sich über Häuserdächer
Leises Weiss
Zaubert ein Lächeln
Keiner weiss
Wie lange er spielt.

(© Monika Minder)



Wintergedicht

Diese kurzen Tage


Diese kurzen Tag
mit den tröstenden Sonnenstreifen
die Blumen in dein Herz münden lassen
und Bäume verzaubern mit weissen Rosen.

Über Felder waschen sich Grenzen weg
Schlitten schleifen Spuren in den Schnee
Sterne knirschen unter unseren Füssen
Schweigendes nebeneinander Fliessen.

(© Monika Minder)

Offizielle Homepage von Monika Minder



Wintergedicht

Winternacht


Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir ins Herz hinein,
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem Jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Laß deine Todten auferstehn,
Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und laß sie mit den Stürmen gehn,
Dem rauhen Spielgesind aus Norden!

(Nikolaus Lenau 1802-1850, österreichischer Schriftsteller)



Kurzer Winterspruch

Winter ade, scheiden tut weh.
(A. H. Hoffmann von Fallersleben 1798-1874)



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Weihnachtsstimmung

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