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Der Mai

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Monat Mai

Im Mai blüht alles ein bisschen bunter und die Frühlingsgefühle sind definitiv geweckt. Hier erhalten Sie schöne Maigedicht, Reime und Verse, die vom Monat Mai erzählen, von lauen Lüften, von blühenden Bäumen und schönen Liedern.

Der Mai

Vögel schlagen
Im Gesträuch;
Fische jagen
Sich im Teich.

Schafe blöken
Durch den Klee;
Mutig lecken
Hirsch und Reh.

Flöten klingen
Durch den Hain;
Hirten schlingen
Sich im Reihn.

Was da lebet,
Liebt und lacht,
Und erhebet
Amors Macht.

Aber trübe
Fliesst der Mai,
Sonder Liebe,
Mir vorbei.

Bang und öde
Traurt die Flur;
Denn die Spröde
Denk' ich nur.

Schüchtern fliehet
Sie zurück!
Nimmer glühet
Lieb' ihr Blick!

Und ich weine
Meine Qual,
Wie die kleine
Nachtigall.

Tief in Schatten,
Spät und früh,
Um den Gatten,
Jammert sie.

Ach! gefangen,
Folget er
Nicht dem Bangen
Rufe mehr!

(Johann Martin Miller, 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)

Der Mai ist Poesie

Die Bäume tragen weiss und rosa,
man könnte meinen, sie erröten.
Der Mai ist Poesie und Prosa,
und wie die Vöglein flöten!

(© Anna-Lena Mil)

Blütenbaum im Mai

Mit lachendem Mund verschenkst Du
Die Gaben sonder Zahl.
Ich glaube, niemals denkst Du:
Man wird älter und ärmer einmal.

Du gibst Deine lächelnden Gnaden
Wohl allen weit und breit,
Wie ein Baum, der blütenbeladen
Seine leuchtenden Blätter streut.

Mich packte es wie ein Entrüsten
Vor Deinen vornehmen Händen,
Den viel zu oft geküßten, -
Die viel zu gern verschwenden.

Mich packt es wie ein Bangen
Vor Deinen Lippen, den roten,
Die viel zu heiß verlangen, -
Die sich zu vielen boten.

Mich faßt es oft wie ein Schauern,
Wie Du Deine Gaben verwendest, -
Ein brennendes Bedauern,
Wie Du maßlos und sinnlos verschwendest! -

Und doch hat mich durchzittert
Zutiefst eine Freude dabei,
Daß Du mich so erschüttert,
Du Blütenbaum im Mai!

(Marie Madeleine, 1881-1944, deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin)

Sprach der Mai

War ich gar so jung und dumm,
Wollte gerne wissen:
"Warum ist mein Mund so roth?"
Sprach der Mai: "Zum Küssen."

Als der Nebel schlich durch's Land,
Hab ich fragen müssen:
"Warum ist mein Mund so blaß?"
Sprach der Herbst: "Vom Küssen."

(Anna Ritter, 1865-1921, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)


rosa Kirschblüten mit blauem Himmel

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Bild-Text

Mai ist,
wenn die Blüten
den Himmel küssen.

(© Anna-Lena Mil)



Mailied

Der Apfelbaum prangt grün und weiss
Auf zartbegras'ter Weide;
Der Wonneruf des schönen Mais
Weckt uns zu sanfter Freude.
Doch, wird des Frühlings Wiederkehr
Uns alle hier vereinen?
Ach! wessen Stätte trau'rt dann leer?
Und wen muß man beweinen?

Uns atmen Blumen Wohlgeruch,
Die Kelch und Tafel schmücken;
Noch süsser, die am Busentuch
Des holden Mädchens nicken.
Ach! Blumen, die, auf welchem Land?
Aus weichem Kraute spriessen,
Wird einst getreuer Freundschaft Hand
Auf unsre Hügel gießen!

Die Rose bleicht, die Mädchen krönt,
Es bleicht der Mädchen Locke;
In froher Hirten Flöte tönt
Des Dorfes Totenglocke;
Die Jugend tanzt, im Abendlicht,
Froh um des Platzes Maie;
Doch ihren Reigen unterbricht
Der Grabgeleiter Reihe.

Der stille Vollmond schien so klar
Durch blühende Syringen,
Wo jüngst Verlobte, Paar und Paar,
In lauer Dämm'rung gingen;
Seitdem erscholl vom Turm herab
Das traurige Geläute;
Der Mond bescheint das frische Grab
Der früh gestorb'nen Bräute.

Gefährten, ach! die Stunde naht,
Wo wir auch müssen scheiden!
Bestreut indes den kurzen Pfad
Mit Blüten reiner Freuden.
Seid gut! Der Unschuld strahlt das Ziel,
Von Abendrot umgeben,
Und jedes edlere Gefühl
Folgt uns zum bessern Leben.

(Johann Gaudenz von Salis-Seewis, 1762-1834, schweizer Dichter)



Ein Schrei

Einst, als du mich küßtest im lachenden Mai,
Da blühten die Linden, die Nachtigall sang,
Vom Felde her kam ein verlorener Klang
Wie Glockengeläut – o wir seligen Zwei.

Der Sommer zog blühend und glühend vorbei.
Nun ist es so schaurig, so öde im Wald,
Der Himmel so blaß und die Nächte so kalt,
Und durch die Versunkenheit gellt's wie ein Schrei.

(Anna Ritter, 1865-1921, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)

Mairegen

Singt der Wonn' und Blütenzeit,
Pflanzt die grünen Maien!
Selig, wer des Mais sich freut,
Wie uns die Natur gebeut,
Zu Zweien! Zu Zweien! Zu Zweien!

Zu der Tänze Melodei
Wirbelt das Gestäude;
Waldgesang und Dorfschalmei
Jubeln: Pflicht und Weisheit sei
Die Freude! Die Freude! Die Freude!

Kränzt, Verlobte, kränzt das Haar
Froh mit Myrtenzweigen!
So, wie bald am Brautaltar,
Steht hier alles Paar um Paar
Im Reigen! Im Reigen! Im Reigen!

Amor lässt am Maienfest
Jede Spröde büssen!
Philomele baut ihr Nest!
Alles Holde liebt und lässt
Sich küssen! Sich küssen! Sich küssen!

(Johann Gaudenz von Salis-Seewis, 1762-1834, schweizer Dichter)



Wunsch

Könnt' ich, o blühende Natur!
All deinen Reiz besingen,
Und jedem Hain und jeder Flur
Ein dankbar Liedchen bringen!

Säng' ich die Morgensonne, die
Dem Auge sich verstecket,
Wenn schon der junge Schäfer sie
Mit seiner Flöte wecket.

Die Freude, die mit einemmal
Aus seinen Augen schimmert,
Sobald der erste Sonnenstrahl
Am Eichenwipfel flimmert.

Die Blumen, die mit Gelb und Blau
Die Flur umher bemalen,
Und durch den jungen Morgentau
In höhern Farben strahlen.

Das Wäldchen, das, der Unschuld gleich,
In weissen Flor sich hüllet,
Und den beschilften Silberteich
Mit Blüten überfüllet.

Der Pappel grüne Nacht, aus der
Ein Turteltäubchen girret.
Den Apfelbaum, um den ein Heer
Von Maienkäfern schwirret.

Den Abend, der mit einemmal
Den halben Himmel rötet.
Den Hirten, der im letzten Strahl
Dem Tag zu Grabe flötet.

Den Stern der Liebeskönigin,
Der aus dem Westen blinket
Und ins Gebüsch die Schäferin
Zum trauten Schäfer winket.

Dianen, die das süsse Glück
Der Liebenden betrachtet
Und mit hinweggewandtem Blick
Nach gleichen Freuden schmachtet.

Und tausend Scenen – könnt' ich sie,
Wie ich sie fühle, singen,
Und allen Reiz der Harmonie
Ins leichte Liedchen bringen:

Dann würde doch ein Jüngling mich
Dafür an Busen drücken,
Und manches Mädchen dankbarlich
Mir ihren Beifall nicken.

Doch nicht die blühende Natur,
Mit allem Reiz umgeben;
Ach Götter! Daphnen kann ich nur
Und ihren Reiz erheben.

Sie aber lächelt höhnisch, flieht,
Und will der Liebe Lehren,
Und will das minnigliche Lied
Von ihrem Reiz nicht hören.

O Götter! lehrt sie doch, wie ich,
Von Lieb' und Sehnsucht schmachten;
Wo nicht, so lehrt die Spröde mich,
Und ihren Stolz verachten!

(Johann Martin Miller, 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)



Der Frühling

O seht, die liebe Sonne lacht;
Die Wiese kleidet sich in Pracht;
Zerronnen ist der Winterschnee;
Und Blumen dringen aus dem Klee!

Auf blaue Veilchen sammlen sich
Die kleinen Bienen emsiglich;
Der bunte Buttervogel freut
Sich über sein bemaltes Kleid.

Die Lerche schwingt sich hoch empor;
Im Hain erschallt der Vögel Chor;
Vor allen aber tönt der Schall
Der lieben, kleinen Nachtigall.

Von dir, o Liebe! schallt ihr Lied,
Und das geliebte Weibchen flieht
Zum Männchen hin, und inniglich
Schmiegt sie an seine Seite sich.

O hätt' ich, liebe Nachtigall,
Wie du so reinen, süssen Schall!
Dann käm' mein Röschen auch zu mir,
Und freuen könnt' ich mich mit dir!

(Johann Martin Miller, 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)

Der erste Mai

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Den ersten Tag im Monat Mai,
Daß dir mein Herz ergeben sei.
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tag im Mai
Für mich der glücklichste von allen.

(Friedrich von Hagedorn, 1708-1754, deutscher Dichter)

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