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Ostermorgen

Ostergedichte - Reime und Verse - Ostertag - Frühling

Schöne Reime und Verse, die von Ostern, vom Ostermorgen erzählen. Liebevolle, hoffnungsvolle Ostergedichte, die vom Frühlingserwachen, vom neuen Licht und von Liebe dichten, vom Auferstehen und einer neuen Sicht auf die Welt. Sie erhalten hier sowohl bekannte klassische Ostergedichte wie moderne neue, für Kinder und Erwachsene sowie tolle Geschenk- und Bücher-Tipps.

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert' hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal, ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiss, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o lasst sie ein!
Zerreisst wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

(Emanuel Geibel, 1815-1884, deutscher Lyriker)

Ostermorgen von Rückert

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

(Friedrich Rückert, 1788-1866, deutscher Dichter, Übersetzer)

Ostermorgen von Meyer

So viel' der Glocken sind, sie läuten
Auf Gottes Erde überall.
Was hat die Freude zu bedeuten?
Wem gilt der frohe Klang und Schall?
O, seht! die liebe Ostersonne
Nach dunkler Tage bangem Schmerz'!
In ihrem Glanz' und ihrer Wonne
Frohlocket jedes Christenherz.

Nicht wahr? auch du hast mitgetragen
Das Kreuz des Herrn nach Golgatha?
Auch du in jenen dunklen Tagen
Hast mitgefühlt, was ihm geschah?
Und als in höchster Qual der Schmerzen
Dein Heiland rief: es ist vollbracht!
Nicht wahr? da ward in deinem Herzen
Es auch, wie über Zion, Nacht.

So brauchst du nun nicht mehr zu sorgen,
Um dessentwillen du gebebt,
So bringt auch dir der Ostermorgen
Die frohe Botschaft, daß er lebt.
O, laß sie nie dir wieder rauben,
Ob auch die Welt dich nenne blind!
Denn die nicht seh'n und dennoch glauben,
Die sind's ja, welche selig sind.

Und gabst auch du von deinem Leben
Der Erde schon ein Stück hinab,
Wo stille Hügel sich erheben
Auf Gottes Acker, Grab an Grab,
Laß ruhen, was der Rasen decket,
Denn überwunden ist der Tod!
Auch sie aus ihrem Schlummer wecket
Der Ostersonne Morgenrot.

Und wieder rufet Gottes Werde
Das Leben aus des Grabes Nacht,
Und wieder schmücket sich die Erde
Mit ihrer ganzen Frühlingspracht!
Und was gesä't ist unter Tränen,
Es wird in Freuden aufersteh'n!
Hienieden nur ein kurzes Sehnen,
Und dort ein ewig Wiederseh'n!

(Johann Meyer, 1829-1904, deutscher Schriftsteller)

Ostermorgen von Presber

Geht mit eurer Geisterwelt
Und dem öden Hokuspokus -
Himmelschlüssel stehn im Feld
Und im Garten gelbe Krokus.

An den Bäumen grüner Schein -
Leben quillt aus jedem Ästchen,
Und die Stare fliegen ein
In das alte Rindenkästchen.

In den Bienenkörben brummt's;
Leise duftet schon der Flieder -
Und in meinem Herzen summt's
Schlicht, wie alte Kinderlieder.

Seht, die Welt wird ein Gedicht
Vor des Lenzwinds Flügelwehen,
Andre Wunder brauch' ich nicht,
Die im Fleische auferstehen.

Den ich fühl' die Welt durchlohn
Und im Schaffen sich ergötzen,
Will ich nicht auf güldnem Thron
Suchen hinter Wolkenfetzen.

Ferne allem Trotz und Spott
Schau' ich selig in die Runde,
Red' ich mit dem lieben Gott
Manche helle Frühlingsstunde...

(Rudolf Presber, 1868-1935, deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor)

Am Ostermorgen von Kögel

Bei dem ersten Frührotschein
Auf zu Josephs Garten,
Mit der Liebe Spezerei'n
Unsers Herrn zu warten!
Hat Er selber doch sein Herz
Sterbend aufgeschlossen,
Daß die Narde allerwärts
Duftend sich ergossen.

Fürchtet nicht der Wächter Schar,
Sie ist längst zerstoben.
Der ein Stein der Sorge war,
Sieh! er ist gehoben.
Den die Sünde und ihr Weh
Schlangen gleich umwanden:
Jesus, der Gekreuzigte,
Er ist auferstanden!

Wie die Leugner auch sich sperren
Hört den Himmelsboten:
Suchet den lebendigen Herrn
Nicht mehr bei den Toten!
Über Grab und Todesgraus
Seht ihn mächtig schreiten,
Am euch in des Vaters Haus
Stätten zu bereiten.

Wo der Drache uns gedroht —
Engel sind zur Stelle,
Wo ist nun dein Stachel, Tod?
Wo dein Sieg, o Hölle?
Fürchtet nicht, daß ihr der Welt
Kämpfend unterlieget.
Jeder Gläubige ist ein Held,
Der im Kreuze sieget!

(Rudolf Kögel, 1829-1896, deutscher Theologe)



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